„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“
(Offenbarung 21,5)
‚Oh ja, bitte!‘, denke ich zuerst. Und habe bereits eine lange Liste mit Wünschen im Kopf. ‚Ja, Herr, bitte beende alle Kriege, alles Leid, alle Formen von Unterdrückung, Missbrauch und Ausbeutung. Bitte stabilisiere die Verhältnisse, damit Menschen sicher und versorgt sein können. Bitte erneuere unser Gesundheitswesen, reformiere die Renten, schaffe Frieden zwischen Völkern und Nationen, und ein besseres Miteinander in der Gesellschaft.‘ Selbstverständlich habe ich auch noch eine ganze Reihe persönliche Anliegen, was noch alles neu/ besser/ anders werden könnte…
Aber ist das im Kontext des Verses überhaupt gemeint? Da er in der Offenbarung des Johannes über das Ende der Zeit steht- ist das nicht eher „Zukunftsmusik“?
„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Gottes neue Welt- wann und wo fängt sie an? Ich glaube, sie beginnt heute in unseren Herzen. Heute schon möchte Gott mir begegnen, meinen Geist und Sinn erneuern durch Seinen Geist. Ich darf lernen, die Dinge mit Seinen Augen zu betrachten, meine Prioritäten neu zu setzen, andere Menschen im Licht Seiner Liebe zu sehen. Und indem ich das zulasse, werde ich von innen gestärkt. Ich empfange Seinen göttlichen Frieden, Seine Liebe, Seine Freude. Das ist ein Schatz in mir, den mir niemand nehmen kann. Und es wird zu einer lebendigen Wasserquelle, aus der ich Kraft schöpfe, und wodurch mein Umfeld gesegnet wird. Ich atme dieses Glück tief ein, halte den Atem einen Moment, und dann atme ich mit einem zufriedenen Seufzen aus: ‚Danke Abba, lieber Vater!‘ Amen.
Gedanken zur Jahreslosung 2026, von Stefanie Arthur

